Sonntag, 5. Mai 2019

Klettern und mehr in Starigrad/Paklenica

Alle Jahre wieder ... geht's auf in den Kletterurlaub.
Weil es uns vor zwei Jahren so gut in Paklenica gefallen hatte, fiel die Wahl recht schnell auf die gleiche Gruppenunterkunft wie 2017 (Klettern in der Paklenica-Schlucht).
Kaum stand das Ziel und der Zeitraum fest, wuchs die Gruppengröße stetig an, sodass wir letztendlich mit insgesamt 16 Personen das Quartier einnahmen. Weil die Bettenkapazität des Hauses nicht ausreichte, buchte Basti noch ein nahe gelegenes Quartier hinzu und dank der Multivans konnten alle Teilnehmer gut untergebracht werden. Das Haus bot einen großen Gemeinschaftsraum, der gemeinsames Kochen, Klönen und Chillen ermöglichte.
Besonders gut und reibungslos funktionierte die Aufgabenverteilung bei der Verpflegung und dem Aufräumen: Ein dickes Lob an die Gruppe!
Über allgemeine Infos zum Klettern in der Paklenicaschlucht habe bereits an anderer Stelle berichtet. Bei der Suche nach weiteren detaillierten Infos über das Klettergebiet bin ich bei einem empfehlenswerten Artikel  vom Bergzeit-Magazin fündig geworden: Paklenica: Klettern im Nationalpark. Außer praktischen Informationen zu Anreise, Unterkunft, Währung etc. sind auch Beschreibungen der verschiedenen Sektoren und Hinweise zu Mehrseillängenrouten enthalten.
Gemeinsam mit Mark widmete ich mich diesmal zwei Mehrseillängen-Routen, die ich vor zwei Jahren wegen des starken Andrangs über Ostern nicht beenden konnte. Besondere Freude erlebe ich stets bei Übernachtungen im Freien, weshalb ich mich am vorletzten Tag mit Mark auf den Weg in den Nationalpark machte, um eine Nacht unter dem Sternenhimmel zu verbringen. An der Wanderoute gefielen mir insbesondere die Ruinen der verlassenen Hirtendörfer Tomici und Ramici. Leider erblickten wir in der Nacht statt der Sterne helle Blitze und fast ununterbrochen prasselte der Regen auf unsere Schlafsäcke. So kam der Not-Biwaksack zum Einsatz, der hielt, was er versprach: 100% wasserdicht. Am nächten Morgen machte ich mich noch im Regen auf den Weg und konnte ein paar herrliche Blicke genießen und auf Fotos einfangen. Die Wanderung über die Dom Lugarnica, Njeve, Ramici und Tomice würde ich gern noch einmal bei sonnigem Wetter wiederholen. Die Pflanzen- und Tierwelt sind beeindruckend.
Beim Abstieg von der Route Sjeverno rebro kreuzte eine Leopardnatter meinen Weg. Es gelangen mir ein paar schöne Schnappschüsse von einer der schönsten europäischen Schlangen.
Fazit: Diese Tour mit dieser Gruppe war wunderbar schön. Ich hoffe, wir schaffen es in den nächsten Jahren noch einmal, in der gleichen Zusammensetzung "on the road" zu gehen.

Einstieg zur Route Nosorog

Blick ins Tal von der Route Sjeverno rebro

Leopardnatter





Dom Lugarnica


Unser Schlafplatz bei einem verfallenen Haus. Der frische Espresso darf niemals fehlen!


Link zur Route: Rundwanderung Paklenica

Mittwoch, 2. Januar 2019

Winterliches Karlsbad

Karlsbad - Karlova vary - ist ein schöner Ort für einen Kurztrip über Silvester. Die diesjährige Überraschungsreise, die ich meiner Liebsten zum Geburtstag geschenkt hatte, führte uns ins Bäderdreieck nach Nordwest-Böhmen. In einem schnuckeligen Appartment im SPA-Bereich der Stadt konnten wir es uns gemütlich machen und hatten einen idealen Ausgangspunkt für Wanderungen oder Stadtspaziergänge. Der geschichtsträchtige Ort wartet mit einigen Attraktionen auf: 12 warme Heilquellen sind in der Stadt verteilt. Dort kann man jeweils mineralhaltiges Wasser entnehmen und während eines Spazierganges trinken. Etliche historische Persönlichkeiten kamen schon zur Kur um sich hier zu erholen bzw. heilen zu lassen (Karl IV., Otto I., Peter der Große, ...).
Das heiße Quellwasser wärmte uns zwar die Hände, hatte jedoch einen gewöhnungsbedürftigen Geschmack. Wir verlegten uns eher aufs Wandern, zum Beispiel auf einem Panoramarundweg rund um die Stadt sowie auf den Genuss der lokalen Spezialitäten. Dazu gehörten neben den leckeren Bieren auch der in Karlsbad erfundene "Becherovka", sowie ein "Langoš" mit Knoblauch auf dem Weihnachtsmarkt.
Der Silvesterabend geriet in der Kneipe "Velkopopovická Pivnice Orion" feucht fröhlich, obwohl wir mit der Trinkfreude zweier russischer Paare, mit denen wir einen Tisch teilten und gemeinsam Spaß hatten, nicht mithalten konnten.

 






Freitag, 24. August 2018

Vom Königssee über Tschechien nach Paderborn

So wird aus einer Idee eine wunderschöne Tour:
Die Hüttentour rund um den Königssee war geplant und gebucht. Nun wollten wir im Sommer auch noch eine Radwandertour machen. Christiane setzte mit ihrer Äußerung, die An- und Heimreise mit Auto oder Bahn sei oft nervig, eine Idee in die Welt. Wir könnten doch mit dem Rad einfach bis nach Hause fahren! Gesagt - getan.
Eine grobe Richtung (Salzburg, Passau, durch Tschechien in die sächsische Schweiz, R1 bis Paderborn) überlegten wir noch zu Hause, die genaue Strecke überlegten wir uns jeden Tag neu. Mit Zelt waren wir flexibel und mussten so keine Übernachtung vorbuchen. An Tagen, an denen die Hitze sehr groß war oder unsere Beine müde, fuhren wir ca. 50 km, wenn es gut lief wurden es 80 bis 100 km. Weil uns das Verweilen an schönen Orten wichtig ist, ließen wir es entspannt auf uns zukommen. Sollte die Zeit nicht reichen, konnten wir uns schließlich einfach in den Zug setzen. Wir waren selbst ein wenig überrascht, dass wir so viel Spaß dabei hatten und so zügig voran kamen, dass wir schon vor der "deadline" zu Hause ankamen. Wir hatten sagenhaftes Glück mit dem Wetter und den Rädern. Bis auf kleine Nachjustierungen und einen Bremsklotzwechsel kamen wir pannenfrei durch, die Regensachen holten wir nur ein Mal aus der Tasche. Eine durchweg sonnige Tour!
Der größte Teil der Strecke folgte ab Lipno dem Moldau-, dem Elberadweg sowie dem R1. Fast täglich entschieden wir uns jedoch für alternative Teilstrecken.
Die Orte entlang der Strecke, die durch die Fotos illustriert werden, waren:
Berchtesgaden, Salzburg, Tittmoning, Braunau am Inn, Passau, Obermühl a.d.D., Rohrbach/Berg, Lipno nad Vltavou, Rozmberk, Cèsky Krumlov, Ceske Budejovice (Budweis), Prag, Melnik, Bad Schandau, Dresden, Wittenberg, Dessau, Quedlinburg, Bad Harzburg, Seesen, Goslar, Holzminden, Paderborn.
Besonders gut gefiel es uns am Lipno-Stausee, an der oberen Moldau und in Südböhmen. Herrliche Landschaft mit wunderschöner Natur und wenig Touristen. Diese gingen uns in Prag und Dresden gehörig auf den Wecker. Nach der Ruhe in der Natur waren die Menschenmassen in Prag eine Plage, weshalb wir am folgenden Tag direkt weiterfuhren, anstatt wie geplant ein paar Tage zu bleiben. Mit den ultraleichten Campingstühlen ausgerüstet campierten wir fast komfortabel und genossen das Draußensein rund um die Uhr ausgiebig.



Am Inn entlang
Abendessen in Tittmoning


Es fand sich fast immer ein Platz für eine gemütliche Pause

Fährfahrt über die Donau ins Mühlviertel

Donauschleife bei Obermühl a.d.D.

12% Anstieg über 3 km - auf zum Lipno-Stausee

traumhafter Ort am Lipnosee

coffee time

Schöne Wege an der oberen Moldau

kleiner Katarakt der Moldau


schöne Innenstadt in Krumlau (Krumlov)

Ein Schwätzchen mit Len - er hat einen neuen Weltrekord aufgestellt. Von Edinborough nach Instanbul mit der Rikscha. (Rickshaw to Istanbul - Facebook)

Immer wieder Früchte am Wegesrand naschen - das ist Südböhmen im Spätsommer

Zentrum von Budweis

An jeder Staustufe der Moldau gibt es einen Wildwasser-Parcours. Hier in Budweis findet gerade ein Jugend EU Cup statt.

Schöne Landschaft, schöne Strecken in Südböhmen. Oft mit starken Anstiegen verbunden.

Ein weites Land


Traumplatz am See für den Nachmittags-Kaffee

Prag in Sicht

Abendstimmung in Prag

Einer der romantischen Pausenplätze auf der Tour

Letzte Campingnacht  in Tschechien an der Elbe

kühles Plätzchen im Kirnitschtal. Camping an der Ostrauer Mühle

Die herrlichen Felsen der sächsischen Schweiz

In Dresden shoppen im Globetrotter - Ultraleichte Campingstühle mehrten unser Gepäck, aber auch den Komfort

Chill - Kaffee - Pause mit den neu erworbenen Stühlen



Ankunft in Wittenberg, die Lutherstadt

Die Thesen-Tür von Martin Luther. Ausgangspunkt der Reformation.

Immer wieder Früchte ...

Im Harz angekommen. Quedlinburg mit seinen beeindruckenden Häusern

Ein Hexenbier musste sein

Goslar um 18 Uhr - die Spieluhr startet

Blick auf Holzminden am letzten Abend an der Weser

So sieht sie aus - die gesamte Tour