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Donnerstag, 3. Oktober 2019

Extremadura

Wir dachten, nach zwei Monaten hätten wir die Highlights schon gesehen, doch weit gefehlt. Während die Strecken durch das südliche Kastilien nichts Neues mehr zu bieten hatten, überraschte uns in und südlich von Salamanca die 'Ruta de la Plata' mit landschaftlichen Leckerbissen. Die Extremadura verwöhnt mit lichten Steineichen- oder Olivenwäldern, Steinformation und geschwungenen Bergketten, sodass ich mich sofort in die Landschaft verliebte. Besondèrs die Gegend um "Los Santos" mit einem Granit-Skulpturenpark hatte es uns angetan. Eine kurze Nachfrage bei Miguel Angel ergab, dass es kein Problem sei, dort zu campen. Es wurde einer der romantischsten Abende der Tour und für mich eine Nacht auf einem Steinplateau unter dem Sternenhimmel. Nach stundenlangem Sternegucken schlief ich dann irgendwann ein.
Die letzten beiden "Fahrtage" führten uns über Bejar und Plasencia zum See 'Embalse de Jose Maria Oriol', der uns eine weitere 'wilde' Zeltnacht beschert. Hier stoßen wir mal wieder auf Pilger, die von Sevilla die Ruta de la Plata entlang nach Santiago de Compostela unterwegs sind. Auf dieser Strecke sind es deutlich weniger als auf dem Camino frances.
Von Sevilla trennen uns noch weniger als 400 km und die Städte Caceresund Merida.