Samstag, 14. September 2019

St Jean de Luz - Donostia

Die Fotos sagen mehr als Worte ...
deshalb: sin comentarios

Begegnungen: Felix, Franzose, überholt uns unterwegs und spricht mich, vermutlich wegen der spanischen und französischen Flagge an meinem Rad, an. Er kommt aus Limoges und fährt den Anfang seiner Tour um die Welt. Zunächst bis Lissabon, dann über den Teich nach Buenos Aires um Südamerika zu erkunden. Er fragt nach unserer Tour und den Erlebnissen. Ihm geht es wie mir - wenn er unterwegs ist, am liebsten mit Fahrrad, fühlt er sich frei und glücklich. Mit seinen 24 Jahren hat er Geld gespart und noch eine Firma laufen mit der er die Reise finanziert. Nach einigen gemeinsamen Kilometern verabschieden wir uns.
Daniel, Schweizer, aus Rapperswil, auf dem 'Camino' unterwegs. Wir laden ihn auf einen Tee ein, er erzählt. Seinen Job hat er gekündigt, um 6 bis 8 Wochen nach Compostela zu wandern. Sein Zelt steht neben unserem, ein Hilleberg, das beste vom besten. Mit 15 kg auf dem Rücken hat er allerdings keinen Kocher dabei und nimmt unsere Einladung zum Tee gern an.

Wir legen einen Wartungstag ein. Die Räder müssen von Sand und Schmutz befreit, die Schaltzüge und Umwerfer geölt werden. Bremsencheck vor den Bergetappen ist auch angesagt.
Nachmittags schnappen wir uns den Bus nach Donostia San Sebastian (5,30 € für 2 P., 30 Min. Fahrt).
Die Stadt ist genial schön. Die Menschen frönen den Gaumenfreuden in mit Tapas überladenen Bars. Lebendiger Trubel in allen Gassen. Auf dem Urgull (Berg) treffen wir eine Reggae-Party an, nach einem Caña Bier sind wir angeschickert und könnten glatt die Zeit vergessen.














Donnerstag, 12. September 2019

Die letzten Etappen in Frankreich

Die Highlights reihen sich aneinander. An der Küste entlang hatten wir drei Tage lang immer wieder traumhafte Strecken durch Pinienwälder in etlichen Variationen. Manche dicht zugewachsen wie Urwälder mit Gestrüpp und hohen, alten Pinien. Andere lichter, der Erdboden dicht mit Wurmfarn bedeckt. Dann wiederum junge Pinien, neu angepflanzt, blühendes Heidekraut, Stechginster dazwischen, das reinste Farbspiel. "Herrlich!", höre ich Christiane immer wieder ausrufen und freue  mich, dass es ihr trotz der Strapazen - die ich nicht unter den Teppich kehren will - gefällt.
In der Nacht an der Düne gab es starken Regen mit Windböen. Der Sand wehte und spritzte das gesamte Zelt schmutzig. Beim Abbau am Morgen platzt ein Schauer herein und unterbricht mich beim Einpacken - das zehrt an den Nerven! Doch wenige Stunden später, wenn die Sonne strahlt, der Rückenwind schiebt und wir die herrlichsten Orte passieren, der Espresso perfekt ist - ist alles wieder vergessen. Es ist wunderbar schön.
Heute kam wieder ein Höhepunkt nach dem anderen. Bayonne ist schön, geschichtsträchtig. Danach Biarritz - unfassbar schön! Kein Wunder, dass wir hier sehr vielen Touristen begegnen.
Diese Nacht wird unsere letzte in Frankreich sein - morgen heißt es nicht mehr Bonjour sondern Buenos Dias. Ich freu mich drauf!
Die Berge kamen heute in Sichtweite. View Ranger half beim  Identifizieren der Gipfel.













Sonntag, 8. September 2019

Verschnaufpause in Bordeaux

Nach roundabout 2300 km gönnen wir uns 3 Nächte in einem Appartement in Bordeaux . Chillen, Wäsche waschen, lesen, Stadtbummel, faulenzen usw.
Der Großstadt-Trubel erschlägt mich am am ersten Tag. Dieser Verkehr, Abgase, Lärm, hektische Menschen - ich bin völlig davon entwöhnt. Heute, am zweiten Tag, geht es wieder und wir genießen eine Techno-Party im Botanischen Garten, eine Oldtimer-Show und den Bummel durch die Stadt. Ganz ehrlich, ich freue mich schon, der Großstadt wieder zu entkommen.
An den beiden Tagen vor Bordeaux konnten wir das Fahren genießen: Rückenwind und ein super Radweg! Eine ehemalige Bahnlinie zwischen Bordeaux und Lacanau machts möglich. Eine regelrechte Rennpiste!
Nun machen wir uns erste Gedanken über den weiteren Routenverlauf, nähern wir uns doch den Pyrenäen. Wie wohl die Bergetappen werden?









Donnerstag, 5. September 2019

Atlantikküste südlich von la Rochelle

Herrlich, was geht's uns gut!
Nach einigen Holperpisten - allerdings immer mit schöner Landschaft - hatten wir heute, am Donnerstag, einen 'wünsch dir was' - Tag.
Volle Lotte Rückenwind, super asphaltierte Radwege, traumhafte Pinienwälder  oder Strände. Die zwei Tage  zuvor war  es allerdings anders. Weil wir ständig den Weg  aufmerksam im Blick behalten mussten, konnten wir die Landschaft nicht genießen. Da halfen nur regelmäßige Stopps.
Nun der Verwöhntag: Die Boulangerie und Epicerie dort, wo wir sie  brauchten, das Cafe zum richtigen Zeitpunkt, Mittagspause am Strand, ein Zeltplatz mit Bäumen für  unsere Hängematten. Dank Rückenwind waren wir auch so früh dort, dass wir Zeit zum Abhängen haben.
Morgen fahren wir die fehlenden 70 km bis Bordeaux und  werden dort ein paar Tage bleiben.
Kleine Episode am Rande: eines nachts werde ich wach, weil jemand an meinem Schlafsack wackelt. Als ich Christiane anraunzen will merke ich, das sie schläft. Anschließend höre ich Geräusche an meiner Isomatte - sehr kurios! Es dauert  ein paar Minuten bis ich herausfinde, dass eine Maus zwischen Footprint und Zeltboden unterwegs ist, um sich dort einzurichten. Am nächsten Morgen will sie sich gar nicht mehr trennen und mit dem Zelt eingepackt werden 🙃. Zu ihrem Leidwesen verscheuche ich sie 😀.. 














Montag, 2. September 2019

La Rochelle

Wir waren fleißig - 162 km in zwei Tagen - und sind nun in la Rochelle. Der erste Fahrtag brachte traumhafte Wege durch Pinienwälder, der zweite Buckelpisten mit Schüttelgarantie. Ich dachte, mein Fahrrad zerlegt sich in alle Einzelteile. La Rochelle ist sehenswert und bescherte uns ein vegetarisches Menü beim Inder. Der Abend kam mit romantischen Bildern.