Sonntag, 25. August 2019

Saumur und Umland

Auf dem Weg nach Saumur waren die in die Felsen geschlagenen Weinkeller besonders beeindruckend. Unser Weg führte sogar durch eine alte "Weinpresse", Höhlengänge in denen früher die Trauben in Bottichen zu Most getreten wurden. Unser Weg durch die Reben war ein munteres rauf und runter. Ganz schön anstrengend bei Temperaturen über 35 Grad. Aber zum Glück haben wir immer schattige Plätze zum Abhängen gefunden. 😎 In Saumur angekommen, befanden wir uns in regem Markttreiben, herrlich, aber auch sehr touristisch. Nach ausgiebigen Cafébesuchen, die dringend nötig waren, da wir ohne Kaffee gestartet waren, und dem Bummel durchs Städtchen haben wir uns wieder auf unsere Räder geschwungen, um noch ein paar km zum nächsten Campingplatz zurückzulegen.










Samstag, 24. August 2019

Ein paar Worte über Campingplätze

Nach 24 Tagen in Tour und 20 Campingplätzen möchte ich ein paar Bemerkungen loswerden.
In D: Alles war abgeschlossen (Pfand für Schlüssel), für warme Duschen musste extra gezahlt wþerden.
Holland: Alles offen, alles inbegriffen, Aufenthaltsraum mit WiFi und Ladestationen. Luxus!
Belgien: Teuer, schlechte Sanitäranlagen, warme Dusche kostet extra.
Frankreich: Freundlich, günstig, warme Duschen immer inbegriffen, oft auf Bestellung frische Baguettes, zweimal Lifemusik kostenlos (von der Gemeinde bezahlt, municipal).
Ich weiß, nicht repräsentativ, gilt nur für unsere bisherige Route.
Den Anlass für diesen Exkurs liefert der heutige Platz kurz vor Angers. Wir zahlen zusammen 9,40 €, es gibt Lifemusik (3 Frauen acapella Blues- und Gospelsongs, vegetarisches Essen und auf Bestellung organic breakfast. Dazu ein schöner Platz mit Hängemattenbäumen hinter dem Zelt und sehr freundliche Leute. Genial schön, hier bleiben wir eine zweite Nacht und erkunden morgen Angers.


Tours und das Loire-Tal

Die Tage vergehen im Flug und ich komme mit dem Schreiben nicht nach. Macht nix, ist eben so. Stressen will ich mich damit nicht. Nachdem wir am Mittwoch mit 'Les Acacias' einen fast perfekten Campingplatz gefunden hatten - ruhig, sauber, Hängemattenbäume beim Zelt, freies Wifi - nahmen wir uns einen Gammeltag zum Lesen und genossen ein Blueskonzert am Abend.
Heute radelten wir mit leichtem Rückenwind und bei strahlend blauem Himmel nach Tours, das mir sehr gut gefällt. Viele Cafes, Restaurants, verwinkelte Gassen mit alten, gut erhaltenen Häusern und eine Markthalle zogen uns in den Bann. Dank Rückenwind und gut ausgebautem Radweg schafften wir es noch bis kurz vor Saumur.
Nach langer Überlegung bezüglich des weiteren Streckenverlaufs entschieden wir uns heute dafür, der Loire weiter zu folgen um anschließend auf dem Küstenradweg Eurovelo 1 weiterzufahren.










Montag, 19. August 2019

An die Loire nach Orleons!

Was für ein schöner Tag! Und das nach einem so üblen Beginn. Meine Laune war nach einem schlechten Schlaf bereits nicht so gut, als ich beim Öffen des Zelteingangs feststellen musste, dass das Tarp von innen und außen triefend nass war - und somit auch mein T-Shirt, mit dem ich beim Aufstehen an der Plane entlangstreifte. Glücklicherweise kam die Sonne hinter den Wolken hervor und half beim Trocknen. Aber der Tag sollte noch Schönes bringen.
 Nach den vielen Regenschauern endlich trockenes Wetter mit schwachem Wind. Die neue Woche begann mit einer entspannten Fahrt zur Loire und einem herrlichen Nachmittag in Orleans, das einen der oberen Plätze in der Reihe der sehenswerten Städte dieser Tour erhält. Nach ca. 1200 km waren es schon einige ;-).
Die Kathedrale beeindruckte mich sehr, ebenso die schönen Gassen der Innenstadt mit der Gastronomie. Herrlich, der Parc Louis Pasteur, mit Blumenpracht und gewaltigen Bäumen. Nicht vergessen werden darf das Denkmal von Jeanne d'Arc, die hier allgegenwärtig ist.
Nach der Weiterfahrt stießen wir wenige Hundert Meter vor dem Campingplatz auf eine Pizzabude - das Abendessen war schnell umgeplant, das Kochen entfiel :-).
So darf es die kommenden Tage weitergehen!
Liebe Ulrike, als fleißigste Leserin gebührt dir ein Dank für die Kommentare. Das Schreiben macht erst richtig Spaß, wenn es anteilnehmende Leser gibt. Deshalb gab's heute einen sehr ausführlichen Beitrag.










Sonntag, 18. August 2019

Unerwartete Einladung

Ein außergewöhnlich schönes Erlebnis wurde uns in Gaubertin, einem kleinen Dörfchen auf der Strecke von Fontainbleau zur Loire zuteil. Als wir während eines Regenschauers pudelnass an einer Kreuzung standen, weil Koomot mich im Stich ließ und ich mich zu orientieren versuchte, sprach uns ein Mann aus einem Fenster heraus an und lud uns für die Dauer des Regengusses auf einen Kaffee ein. Kurzerhand nahmen wir die Einladung an und lernten so seine Familie kennen. Etienne, Catherine sowie die Kinder Zelia und Toussaint.
Nochmals ein herzliches Dankeschön an Familie Fougere für die freundliche Bewirtung! Die Gegen-Einladung nach Paderborn gilt!


Fontainbleau

Die Wettergötter meinten es nicht gut mit uns - ein kompletter Regentag war angekündigt. Grund genug, einen Hotel-/Wasch-/Städtetag einzulegen. Schloss Fontainbleau bot sich an, auch wenn ich fast mit Tränen in den Augen vor den Boulderfelsen stand, die triefend vor Nässe unmöglich zu Beklettern waren.
Absolutes Highlight aber ist der Wald, Frankreichs größtes zusammenhängendes Waldgebiet. Die Weiterfahrt am 18.8. Richtung Orleans war eine wahre Freude. Hier möchte ich gern noch einmal zum Bouldern wiederkommen.
Von der Stadt kann ich das nicht behaupten, dafür sind mir die Preise zu hoch. Nichtsdestotrotz möchte ich das l'Hirondelle empfehlen. Absolut genial leckere Galettes und Crepes werden diesem familiengeführten Restaurant gereicht.



Samstag, 17. August 2019

Beitrag von Gastautor A. aus P.

"Ich (Gastautor und Nachbar AchimP aus P) wollte mich vor Ort überzeugen, ob es sich um fake news handelt oder ob die beiden tatsächlich durch Fronkreich radeln. In Sézanne östlich von Paris gabelte ich die beiden Dauerbiker auf. Wir verbrachten nicht nur einen lustigen Abend, sondern trampelten tags darauf auch gemeinsam gegen den Wind zur Seine bei Conflans-sur-Seine. Dort erfreuten wir uns an einem überschaubaren Volksfest en miniature und vernichteten diverse Crêpe, bevor sich unsere Wege trennten.
Tags darauf frühstückten wir noch einmal in Bray-sur-Seine. Beim Anblick der Menschenschlangen vor der Boulangerie vergaßen wir glatt das Kauen. Alsbald überließ ich die beiden wieder ihrem Schicksal und machte mich auf ins Zenttalmassiv."