Sonntag, 8. September 2013

Alltag

Heute schreibe ich etwas ausführlicher, weil ich am Rechner doch etwas schneller tippen kann. Die letzten Posts hatte ich von unterwegs via App eingestellt.
Wir sind dabei, so etwas wie "Alltag" zu finden. Die gewohnten Abläufe der letzten Jahre sind mit einem Schlag weg.
Leider sind die Behördengänge immer noch nicht erledigt. Nachdem wir eine Reihe von Papieren besorgt und notariell beglaubigt hatten, wagten wir es, bei der Ausländerpolizei vorzusprechen. Aber warum sollte es uns besser gehen, als den anderen. Im Schnitt muss man hier wohl 4-5 Mal vorsprechen, bevor man den offiziellen Aufenthaltsstatus bekommt. Meine Unterschrift unter dem Mietvertrag müsse vom Notar beglaubigt werden, war die Aussage. Mein Reisepass, meine ID, Führerschein, Kreditkarte, Arbeitsbescheinigung der deutschen Schule, auf den meine Unterschrift zum Vergleich vorlag ..... nützte alles nichts. Einen neuen Mietvertrag müssen wir jetzt auch noch schließen, weil Christiane nicht extra darauf vermerkt war.
Zum Glück haben wir einen super netten Vermieter, der hilfsbereit ist und alles nur mit "das ist Slowakia" kommentiert.
Die Schule scheint mir auch etwas slowakisch geprägt zu sein. Überwiegend frontale Sitzordnung, strenge Reglementierung - bei der wir noch nicht so richtig den Überblick haben, so viele gibt es davon - und sehr kognitive Gesamtausrichtung. Da liegt noch viel Arbeit vor uns, wenn wir die Kolleginnen überzeugen wollen. Glücklicherweise starte ich mit der 1, die ich ja entsprechend beeinflussen kann ;-). Ein Foto von den kleinen - ich habe überwiegend Mädchen bekommen - füge ich an:
Ja, ihr zählt richtig, es sind 16!!! Ein17. kommt zum Halbjahr dazu. Im Vergleich zu 27, die ich voher hatte, .... :-) 

Samstag, 7. September 2013

Montag, 2. September 2013

Erste Schultage

Nach der Vorbereitungswoche, in der wir bereits in Konferenzen und Besprechungen mit Informationen überschüttet wurden - ich kann's nicht anderes nennen! - geht der Unterrichtsalltag nun los.
Christiane hatte bereits ihre ersten 6 Stunden. Für mich gehts erst morgen richtig los. Heute hatte ich nur eine Stunde Vertretung und Vorbereitungsarbeiten. Der Klassenraum ist auf die I-Dötze halbwegs vorbereitet.
Die Schultüten gibts hier von der Schule ;-) . In der Slowakei kennt man diesen Brauch nicht. Dort werden nur die Lehrer mit Geschenken bedacht :-D.
Die Schultüten durften wir Erstklasslehrer bestücken - die Ärmsten bekommen jetzt nur wenige Süßigkeiten.

Der Behördenkram nimmt noch kein Ende.
Für die Meldung bei der Ausländerpolizei - auch Alienpolice genannt - müssen wir einen notariell beglaubigten Mietvertrag, eine Arbeitsbescheinigung, einen Auszug vom Katasteramt (dass es die Wohnung auch wirklich gibt, die im Mietvertrag erwähnt ist), 2 Passfotos und diverse Wertmarken (die es auf dem Postamt gibt) einreichen.
Jetzt haben wir die Papiere zusammen, aber das Amt hat natürlich Öffnungszeiten, die nur einmal wöchentlich für uns zu schaffen sind.
Erst wenn wir gemeldet sind, will uns die Telekom einen Inet-Anschluss freischalten.
Deshalb begnügen wir uns zur Zeit mit dem Wlan des Nachbarn und einer Prepaid-SIMCard.

http://www.lezeckecentrum.sk/en/ das ist meine neue "Haus"-Kletterhalle. Mit dem Fahrrad in 15 Minuten zu erreichen. Leider habe ich es erst einmal zeitlich geschafft.




Sonntag, 25. August 2013

wohnlich einrichten ...

Geschafft!! Nachdem es am Freitag noch mal stressig wurde, konnten wir uns bei einem leckeren Essen beim Griechen noch von der Familie verabschieden. Die Fahrt am Samstag verlief problemlos und wir kamen wie geplant gegen Abend an.
Heute morgen (Sonntag) haben wir im Arbeitszimmer die Regale aufgebaut und den ganzen Schul- und Aktenkram ausgepackt. Am Abend werden wir dann endlich mal ausspannen und durch die Stadt schlendern.



Sonntag, 11. August 2013

Domizil in Bratislava / Hüttentour im Alpstein

Wir haben eine Wohnung!
Weil so viele bei uns nachgefragt haben, schreibe ich die Info hier auf:
Wir haben eine 3-Zimmer Wohnung, ca. 100 qm, zentral gelegen gefunden. Zur Schule sind es mit dem Bus 10 Minuten, zu Fuß etwa 20 Minuten.
In die Altstadt gelangt man zu Fuß in 15 Minuten.

Zur Zeit sind wir in Umzugsvorbereitungen abgetaucht!

Urlaub hatten wir trotz der Arbeit auch noch! Die Hüttenwanderung mit 3 Übernachtungen im Alpstein in der Schweiz hat riesig Spaß gemacht, auch wenn es zeitweise sehr anstrengend war! Ein paar Klettereinlagen mussten natürlich auch sein ;-).



Mittwoch, 24. Juli 2013

Klettern im Frankenjura

Vom 22.7. bis 28.7.2013 war ich mit ein paar Kletterfreunden im Frankenjura. Nachträglich veröffentliche ich noch ein paar Fotos.






Samstag, 13. Juli 2013

Bratislava - wir kommen!

Wie das Leben so spielt ....
Im August werden wir unsere Zelte in Paderborn abbrechen und ab September in Bratislava wohnen und arbeiten. Um alle Freunde auf dem Laufenden zu halten, werde ich hin und wieder in meinem Blog posten. Hier kommen ein paar Fotos von unserem ersten Besuch im Mai.





Dienstag, 17. Juli 2012

Altmühl und Donau: Von Gunzenhausen nach Passau

Die Zeit war reif für eine Tour mit Christiane! Endlich hat sie Sommerferien, so dass wir gemeinsam auf Tour gehen konnten. Nach einem Blick auf die Wetterkarte fiel unsere Wahl auf die Altmühl und Donauroute. Vor ein Paar Jahren waren wir den Main-, Tauber- und Altmühlradweg bis Gunzenhausen gefahren. Nun setzten wir die Route von dort aus fort. Wir auf den Bildern zu sehen, hatten wir mit dem Wetter viel Glück und konnten die 380 km bis auf eine Ausnahme trocken absolvieren. Auch wenn wir das Zelt jeden Morgen nass  einpacken mussten, blieben uns die Schauer im Laufe des Tages erspart. Das Natur-Highlight war der Abschnitt von Treuchtlingen bis Kehlheim, in dem mich allerdings immer wieder sehnsüchtige Blicke auf reizvolle Kletterfelsen ablenkten ;-) . Zum Abschluss rundete ein Tag in Passau die Woche ab.











Freitag, 8. Juni 2012

Pyramiden von Giseh

Ich bin zwar schon wieder zu Hause angekommen, möchte jedoch noch ein paar Fotos nachreichen. Die Woche in Kairo war - unter anderem wegen der fürsorglichen Gastgeber/Fremdenführer Marcel und Daniela - ein sehr schönes Erlebnis. Nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, nichts von den arabisch sprechenden Menschen zu verstehen und mich auf die Englischkonversation zu beschränken, fühlte ich mich in der Stadt sehr sicher. Die Menschen reden viel und laut und haben wenig Scheu, Kontakt zu Fremden aufzunehmen. Vor allem unterwegs mit der Ubahn, dem Bus oder Minibus ergaben sich viele Kontakte. Leider versuchen vor allem in der Nähe der Sehenswürdigkeiten immer wieder Nepper, Schlepper, Bauernfänger einem das Geld "aus der Tasche zu locken", aber da hatten sie bei mir keine Chance.
Bei den Pyramiden - es waren im Vergleich zu Zeiten vor der Revolution vielleicht 10% der Touristen dort - lügen die Kameltreiber und sonstigen Führer das Blaue vom Himmel um einen Touristen aufs Kamel zu locken.
Das erste Bild zeigt eine Demo auf dem Tahrir-Platz, an der ich nach dem Besuch des ägyptischen Museums  vorbei kam. In den Nachrichten sieht das immer viel dramatischer aus, als es in Wirklichkeit ist. Die Szene habe ich abends in der Tagesschau sehen können.











Samstag, 2. Juni 2012

Eine Nacht in der Wüste

Raus aus Kairo, rein in die Wüste!
Eine super Idee von Marcel und Daniela.
Vorbei an der Oase Fayum fuhren wir zum Wadi Hitan, einem Wüstental, in dem die Erosion 40 Millionen Jahre alte Skelette freigelegt hat.
Die Nacht verbrachten wir im Zelt bzw. unter freiem Himmel gemeinsam mit zwei Wüstenfüchsen ;-).
Vom Aufruhr rund um Mubaraks Verurteilung haben wir nichts mitbekommen, es ist alled ruhig hier.

Freitag, 1. Juni 2012

Cairo Midan Tahrir


Den ersten Tag in Kairo verbrachte ich in der Deutschen Schule in Marcels Klasse (ein wirklich netter und sehr interessanter Besuch. Ich hatte das Glück gleich zwei Aufführungen beiwohnen zu dürfen) und anschließend mit einem Spaziergang zum Tahrir -Platz. Das ausgebrannte Gebäude von Mubaraks Partei scheint das einzige Zeugnis der vielen Demos und Unruhen zu sein. Ansonsten wirkt das Leben in den Straßen nach 'buisiness as usual'. Das arabische Essen, zu dem Marcel mich in ein Restaurant führte, war lecker.
Bisher irritiert mich, dass ich wirklich kein einziges Wort arabisch verstehe und ich mich nicht mit den Leuten verständigen kann. Das Verkehrschaos erinnert mich doch sehr an die Großstädte in America del sur.